Schreiben als Selbstfürsorge: Lesung mit Gespräch am 16. April
Pressemitteilung vom 02.04.2026
Das Schreiben ist Arbeit an der Sprache und Arbeit am Selbst zugleich. Eine Lesung mit anschließendem Gespräch bringt literarische, psychologische und medizinische Perspektiven miteinander in Dialog und widmet sich dem Schreiben als ästhetischer Strategie, als literarischem Reflexionsgegenstand und als Praxis der Selbstfürsorge. Die Lesung findet statt
am Donnerstag, 16. April 2026, 19 Uhr,
im Ernst-von-Sieglin-Hörsaal auf Schloss Hohentübingen, Burgsteige 11.
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei. Eine Platzreservierung ist nicht möglich.
Die drei Dichter_innen lesen aus Werken, die zentrale Fragen von Psyche, Identität und Krisenerfahrung reflektieren. Sirka Elspaß und Farhad Showghi stellen ihre jüngsten Gedichtbände vor, während Nancy Hünger aus einem früheren Werk liest. In den Texten wird Schreiben zum Ort der Selbstbeobachtung und der Identitätsarbeit, zum Medium, in dem Erfahrungen von psychischer Belastung, Verletzlichkeit und Selbstbehauptung poetisch verhandelt werden. Dabei stehen nicht therapeutische Lösungen im Vordergrund, sondern die Frage, wie Sprache Erfahrungen formt, verschiebt und aushält. Es moderieren Mirek Heißenbüttel und Martha Sappler.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Deutschen Zentrum für Psychische Gesundheit (DZPG) sowie dem Studio Literatur und Theater (SLT) statt.
Die Lesung findet als Vorschau auf die Sonderausstellung „Schreiben für die Seele“ statt, die ab dem 11. September 2026 im Museum Hölderlinturm zu sehen ist.