Wohngeld-Antrag mit KI: Testphase für Studierende bis 1. Mai
Pressemitteilung vom 14.04.2026
Die Wohngeldstelle der Universitätsstadt Tübingen erprobt einen digitalen KI-Assistenten, der Antragstellerinnen und Antragsteller beim Ausfüllen von Wohngeld-Anträgen unterstützt. Das Projekt „KIWo“ (KI-Wohngeld) haben die Fachbereiche Soziales und Digitalisierung gemeinsam mit dem Kölner Startup OpenAdvo entwickelt. Derzeit findet eine erste Testphase statt: Noch bis 1. Mai 2026 können Studierende, die Wohngeld beantragen möchten, dafür den KI-Assistenten nutzen und ihren Antrag damit deutlich schneller und nutzerfreundlicher als bisher stellen.
„Wohngeld zu beantragen, ist wegen der vielen verschiedenen Faktoren und notwendigen Unterlagen oft kompliziert. Hier kann Künstliche Intelligenz ein echter Hebel sein, um das Ausfüllen und Bearbeiten der Anträge deutlich zu erleichtern – rund um die Uhr und von jedem Ort aus. Das spart Zeit und kommt allen Seiten zugute“, sagt Mariola Geiger, Leiterin der Wohngeldstelle. Diese gehört zur städtischen Fachabteilung Soziale Hilfen und bearbeitet im Jahr rund 580 Wohngeld-Anträge.
Die Stadtverwaltung und OpenAdvo arbeiten seit gut einem Jahr an dem Angebot. Wohngeld wurde als erstes Anwendungsfeld ausgewählt, weil es häufig Rückmeldungen gibt, dass die Anträge besonders aufwändig und schwer auszufüllen sind. Der KI-Assistent führt Schritt für Schritt durch den Antrag und ist in vielen Sprachen nutzbar. Er bietet außerdem unterstützende Funktionen: Wer zum Beispiel Formulare als Nachweise hochlädt, kann Felder automatisch ausfüllen lassen.
„Unser Ziel ist, dass Anträge vollständiger und fehlerärmer eingereicht werden“, sagt Mariola Geiger. Entscheidend sei der konkrete Nutzen für die Anwenderinnen und Anwender: „In Tests zeigte sich, dass der Assistent auch bei vielen Nachfragen klare, verständliche und hilfreiche Antworten geben kann. Jetzt sind wir gespannt, ob sich diese Hoffnung auch in der Praxis bestätigt.“
Studierende, die Wohngeld beantragen wollen, können den KI-Assistenten bis einschließlich Freitag, 1. Mai 2026, nutzen. „Damit unterstützen sie die Weiterentwicklung des Angebots, sparen Zeit beim Ausfüllen und profitieren davon, dass ihre Anträge zeitnah von der Tübinger Wohngeldstelle bearbeitet werden“, sagt Leo Reimers, Mitgründer von OpenAdvo. Die Ergebnisse aus der Testphase fließen in weitere Verbesserungen ein.
Das Anmeldeportal für die Testphase ist unter www.openadvo.com/students abrufbar. Dort können sich Studierende mit ihrer Uni-E-Mail-Adresse für die Testphase registrieren. Dann werden sie freigeschaltet und erhalten den Zugangslink zum KI-Wohngeld-Antrag zugeschickt. Deshalb sollten sie 24 Stunden nach der Registrierung ihre E-Mails überprüfen, um die Freischaltung mit Zugangslink nicht zu verpassen.
Nach Abschluss der Testphase soll „KIWo“ für alle Nutzerinnen und Nutzer ausgebaut und öffentlich verfügbar gemacht werden – zum Beispiel für Familien, Zugewanderte oder Seniorinnen und Senioren. Dafür will die Universitätsstadt Tübingen bei Land, Bund und dem Deutschen Städtetag für die erforderlichen Mittel werben. „KIWo“ soll langfristig von Städten und Gemeinden übernommen werden können und für die Anwenderinnen und Anwender kostenfrei nutzbar sein. Perspektivisch lässt sich der Ansatz auch auf weitere Anträge für soziale Leistungen übertragen.