Aktuelle Stellenausschreibungen und Informationen für Bewerber
Aktuelle Stellenangebote der Fachabteilung Feuerwehr werden im Bewerbungsportal der Universitätsstadt Tübingen veröffentlicht.
Informationen für Bewerberinnen und Bewerber
Der Einsatzdienst bei der Feuerwehr stellt hohe körperliche Anforderungen. Eine gute körperliche Fitness ist daher eine grundlegende Voraussetzung für eine erfolgreiche Bewerbung.
Alle Bewerberinnen und Bewerber müssen ein physisches Auswahlverfahren absolvieren. Die Prüfung erfolgt nach dem Sporttest für Berufsfeuerwehren der Kölner Hochschule und umfasst folgende Disziplinen:
- 3.000-Meter-Lauf
- Liegestütze
- Beugehang
- Wechselsprünge
- CKCU-Test
- Kasten-Bumerang-Test
- Medizinballweitwurf
- Dummyziehen
- Drehleitersteigen
- Stationsprüfung handwerkliche Fähigkeiten
Häufige Fragen für Bewerber im mittleren feuerwehrtechnischen Dienst
Wie sieht das Schichtmodell aus?
Wir arbeiten im Einsatzdienst aktuell in einem flexiblen Schichtmodell. In der Regel werden jedem Mitarbeitenden pro Woche zwei Tagesdienste von 7 bis 17 Uhr geplant, sowie wird eine Schicht im 24-Stunden-Dienst von 7 bis 7 Uhr geplant. Das Wochenende ist von Freitag, 17 Uhr bis Montag, 7 Uhr dienstfrei. Der Dienstplan wird jeweils zwei Monate im Voraus erstellt.
Die Kollegen_innen der Leitstellendisponenten wechseln zum 1. Januar 2027 in ein Dienstplanmodell im 24-Stunden-Dienst (siehe auch Detailfrage). Sie versehen ihre Leitstellenschichten (etwa 60 Prozent) im 24-Stundendienst in den Funktionen Disponent und Führungsassistent. Mit einem Einsatzdienstanteil ( etwa 40 Prozent) werden sie zusätzlich circa 2-3 Tagdienste pro Monat von 7 Uhr bis 17 Uhr in einer Funktion auf dem Löschzug eingesetzt.- Wie gestaltet sich der 24h-Dienst in der Leitstelle?
Zwei Kollegen_innen besetzen eine Dienstfunktion. Sie wechseln sich jeweils in den Rollen Disponent beziehungsweise Führungsassistent ab. Der Wechsel der Funktionen erfolgt vier Mal in einer 24 Stundenschicht. Die Nacht ist in zwei Blöcke aufgeteilt, sodass hier nur ein Wechsel, nach einem möglichst langen Block, notwendig ist. In der Funktion Führungsassistent besteht Bereitschaftszeit auf der Feuerwache, in welcher Sport-, Ruhe oder Aufenthaltsbereich nach freier Verfügung genutzt werden können.
Die Integrierte Leitstelle Tübingen befindet sich ab dem 1. Januar 2027 am Standort des Deutschen-Roten-Kreuzes. Der Wechsel zwischen Feuerwache und der Integrierten Leitstelle erfolgt mit einem Dienstfahrzeug. Im Einsatzfall wird im Rendezvoussystem verfahren.
- Gibt es einen Jahresdienstplan?
Aktuell arbeiten wir in allen Dienstgruppen in einem flexiblen Dienstplanmodell. Wobei wir mit der Dienstgruppe Leitstelle durch den Wechsel in das 24-Stundendienstmodell zum 1. Januar 2027 einen Jahresdienstplan forcieren.
- Wie werden die Wachausbildung und der Dienstsport gestaltet?
Die Wachausbildung findet zweimal pro Woche mit der gesamten Wachmannschaft statt. Die Themen werden den Mitarbeitenden zugeteilt, eigenständig ausgearbeitet und anschließend vermittelt. Zusätzlich findet einmal pro Woche eine spezielle Kleingruppenausbildung statt. Der Dienstsport wird ebenfalls zweimal wöchentlich durchgeführt und teils von externen Sportlehrern, teils intern von Mitarbeitenden angeleitet. Im Sommer findet im zweiwöchigen Rhythmus ein Schwimmtraining im Freibad statt. Darüber hinaus kann während der Bereitschaftszeit der Sportraum genutzt werden.
- Was sind die täglichen Aufgaben?
Neben Wachausbildung und Dienstsport versehen die Mitarbeitenden ihren Dienst in den Werkstätten oder in einem Sachgebiet. Die wesentlichen Aufgabenbereiche liegen dabei insbesondere in der Zentralen Atemschutz- und Schlauchwerkstatt. Die Werkstätten werden hierbei zentral für den gesamten Landkreis Tübingen betrieben, wobei zukünftig zwei Beschäftigte als Festangestellte beziehungsweise Gerätewarte unterstützen. Über die Werkstätten hinaus erhält jeder Kollege und jede Kollegin einen zugewiesenen Themenbereich der Ausbildung für welchen er bzw. sie spezialisiert ist.
- Welche Aufstiegs-/Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es?
In regelmäßigen Abständen werden intern Stellen für den Aufstieg in den gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst ausgeschrieben. Darüber hinaus werden auch Führungs- und Leitungspositionen im mittleren feuerwehrtechnischen Dienst regelmäßig neu besetzt.
- Bekommt jeder ein spezifisches Aufgabengebiet zugeteilt?
In der Regel erhält jeder Mitarbeitende ein oder mehrere feste Aufgabengebiete. Darüber hinaus erfolgt bei Bedarf auch ein flexibler Einsatz in anderen Bereichen.
- Wie funktioniert das Zusammenspiel aus Ehrenamt und Hauptamt?
Das Zusammenspiel von Ehrenamt und Hauptamt ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Systems. Das Hauptamt stellt insbesondere tagsüber die Grundverfügbarkeit sicher und rückt je nach Einsatzart eigenständig oder gemeinsam mit dem Ehrenamt aus. Das Ehrenamt ergänzt die Personalstärke und unterstützt insbesondere bei größeren Einsatzlagen, Paralleleinsätzen oder außerhalb der hauptamtlichen Tagesabdeckung. Die Fahrzeugbesetzung richtet sich nach Tageszeit, Einsatzlage und verfügbarer Personalstärke.
- Zu welchen Einsätzen rückt das Hauptamt eigenständig aus?
Das Hauptamt rückt eigenständig zu kleineren Brandeinsätzen, kleineren technischen Hilfeleistungen sowie zur Unterstützung des Rettungsdienstes aus.
- Gibt es einen Unterschied in der Ausrückeordnung zwischen tagsüber und nachts?
Ja. Tagesüber wird in den Zeiten Montag bis Freitag 7 bis 17 Uhr, mindestens eine Staffel gestellt, ab 17 Uhr ist der 24-Stunden-Dienst des mittleren Dienstes mit drei Mitarbeitenden versehen.
Die Kollegen_innen der Leitstelle stellen im durchgängigen System (24/7) zusätzlich einen Führungsassistent der gemeinsam mit dem eingeteilten B-Dienst (Zug- und Verbandsführer im gehobenen Dienst) ausrückt.
- Wird regelmäßig zusammen gekocht?
Ja, teilweise wird mittags gekocht beziehungsweise wird spätestens abends gemeinsam gekocht und gegessen.
- Gibt es einen Sportraum?
Ja, dieser steht den Mitarbeitenden sowie dem Ehrenamt zur Verfügung. Wir möchten ihn gemeinsam weiter ausbauen, da wir den Sport im Mittelpunkt unserer Feuerwehr etabliert haben und ihn gerne weiter forcieren möchten.
- Gibt es einen Verfügerdienst und wie wird dieser vergütet?
Ja, es gibt einen Verfügerdienst. Dabei muss die Erreichbarkeit zur Arbeitsaufnahme zwischen 6 Uhr und 7 Uhr sichergestellt sein. Hierfür wird eine Zeitgutschrift von einer Stunde gewährt.
Dieser Verfügersdienst besteht einmal für den Dienstplan der Wachabteilung und einmal für den Dienstplan der Leitstelle. Für den gehobenen Dienst gibt es keinen Verfügerdienst.
- Finden kameradschaftliche Aktivitäten statt?
Ja. Innerhalb der Feuerwehr finden in der Regel ein Sommerfest, eine Weihnachtsfeier, gemeinsame Teilnahmen an Fußballturnieren sowie ein Hüttenwochenende statt. Darüber hinaus gibt es abteilungsübergreifend weitere Veranstaltungen wie ein Frühlingsfest, ein Sommerfest und einen Jahresausklang.
- Gibt es sonstige Wochenend- oder Abendtermine?
Ja, durch unsere Mitarbeitenden wird unter anderem die Atemschutzstrecke betrieben, sowie werden Ausbilder für diverse Lehrgänge des Ehrenamtes gestellt.
- Welche Zulagen werden gewährt?
Gewährt werden die Feuerwehrzulage, ein Zuschuss zur Krankenversicherung, Zulagen für Dienste zu ungünstigen Zeiten sowie eine zusätzliche Zulage für den 24-Stunden-Dienst.
- Gibt es die Möglichkeit sich einer Sondereinheit anzuschließen?
Ja, zum Beispiel der Tauchergruppe.
- Ist der Einsatz in der Leitstelle vorgesehen?
Ein regulärer Einsatz in der Leitstelle ist nicht der Regelfall. Interessierte Kollegen_innen können sich zum Notrufsachbearbeiter (Disponent) weiter qualifizieren lassen und können so im Springerpool der Leitstelle eingesetzt werden. Aus diesem Springerpool heraus können sie sich auf Stellen in der Leitstelle bewerben.
- Warum sollte ich mich für die Feuerwehr Tübingen entscheiden?
Die Feuerwehr Tübingen bietet durch ihre Vielseitigkeit, ihr breites Einsatzspektrum sowie die Kombination aus Einsatzdienst und Werkstatt- beziehungsweise Sachgebietsarbeit ein abwechslungsreiches und interessantes Arbeitsumfeld. Hinzu kommt ein junges und motiviertes Team das in einer dynamischen Universitätsstadt ausrückt und tätig ist. Durch unsere enge Zusammenarbeit mit der freiwilligen Feuerwehr besteht die Möglichkeit in Sondereinheiten wie der Tauchergruppe tätig zu werden. Wir freuen uns über motivierte Kollegen_innen die bereit sind mitzugestalten. Ein wesentlicher Vorteil unserer Hauptamtlichen Wache ist unser aktuell noch freies Wochenende im Einsatzdienst. Wobei die Kollegen_innen der Leitstelle und im gehobenen Dienst bereits in einem durchgängigen System eingesetzt werden.
- Wie läuft die Einarbeitung ab?
Die Einarbeitung erfolgt nach einem festgelegten Einarbeitungsplan. Dabei werden neue Mitarbeitende schrittweise in die Abläufe, Fahrzeuge, Zuständigkeiten und Aufgabenbereiche eingearbeitet.
- Ab wann wird man als Maschinist eingesetzt?
Ziel ist es, alle Mitarbeitenden nach der Einarbeitungszeit zeitnah auf den Standardfahrzeugen als Maschinist einzuweisen und einzusetzen. Sind der Erwerb von Sonderlehrgänge wie beispielsweise Drehleitermaschinist etc. notwendig, werden diese bei uns sehr früh und niederschwellig erworben.
- Gibt es Verpflegung auf der Wache?
Ja, es gibt einen kleinen Kiosk sowie das Hoffmann-Menü. In der Regel versorgen sich die Mitarbeitenden jedoch selbst oder sprechen sich vor beziehungsweise während des Dienstes für gemeinsames Essen ab.
- Welche Rolle habe ich in der Leitstelle als Disponent (KTW / Feuerwehr / Rettungsdienst / Notrufsachbearbeitung)?
In der Regel erfolgt der Einsatz als Feuerwehrdisponent. Ein Tausch der Arbeitsplätze mit Kolleginnen und Kollegen ist jedoch grundsätzlich möglich.
- Wie gestaltet sich die Einarbeitung als Disponent?
Die Einarbeitung erfolgt individuell und orientiert sich an den bereits vorhandenen Kenntnissen im Bereich ELR und KMS. So stellen wir sicher, dass jede neue Kollegin und jeder neue Kollege optimal auf die Aufgaben vorbereitet wird.
- Kann ich mich ohne abgeschlossene Laufbahnprüfung im mittleren feuerwehrtechnischen Dienst auf Stellen als Disponent/-in bewerben?
Wir prüfen grundsätzlich alle Bewerbungen. Da eine Verwendung aber ebenfalls in einer Einsatzdienstfunktion vorgesehen ist, ist eine erfolgte Laufbahnprüfung oder ein vergleichbarer Abschluss in der Regel zwingend notwendig. Die Eignung kann grundsätzlich nur bei erfolgter Bewerbung geprüft werden.