Lesung und Buchvorstellung zu Tübinger Hausbesetzungen am 23. Juli
Pressemitteilung vom 21.07.2026
Das Stadtmuseum Tübingen lädt zu einer Lesung und Buchvorstellung über die Geschichte der Tübinger Hausbesetzungen von 1968 bis 2026 ein. Die Veranstaltung beleuchtet Wohnungsnot, Widerstand und selbstverwaltetes Leben sowie die Entstehung verschiedener Wohnprojekte. Die Veranstaltung findet statt
am Donnerstag, 23. Juli 2026, 18 Uhr,
im Stadtmuseum Tübingen, Kornhausstraße 10.
Dazu sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.
Unter dem Titel „Kein Gott, kein Staat, kein Mietvertrag?“ erscheint erstmals eine umfassende Chronologie der Hausbesetzungen in Tübingen von 1968 bis 2026. Mehr als 50 besetzte Häuser und Räume erzählen von Wohnungsnot, Spekulation und Verdrängung, aber auch von Widerstand, Selbstverwaltung, kulturellen Freiräumen und solidarischem Zusammenleben. Besetzt wurden unter anderem ehemalige Kasernen, Altstadthäuser, Kliniken, Villen, Gärten, Hörsäle und leerstehende Wohnungen.
Bei der Lesung stellen die Herausgeber Marc Amann und Elias Raatz gemeinsam mit weiteren Autor_innen das Buch vor. Sie geben einen Überblick über fast sechs Jahrzehnte Tübinger Stadtgeschichte: von den studentischen Protesten der 1968er-Zeit über die Hausbesetzungen der 1970er- und 1980er-Jahre sowie die Besetzungswelle von 1989 bis 1992 bis zu aktuellen Auseinandersetzungen um Wohnraum im 21. Jahrhundert.
Im Mittelpunkt stehen auch Orte und Wohnprojekte, die aus Hausbesetzungen hervorgegangen sind und Tübingen bis heute prägen. Dazu gehören das Epplehaus, die Münze 13, die Lu15, die Schellingstraße, die Wagenburgen und das Vier-Häuser-Projekt.