Eröffnung der Sonderausstellung „Die Gräber der deutschen Romantik“ am 28. Oktober
Pressemitteilung vom 22.10.2026
Die Sonderausstellung „Die Gräber der deutschen Romantik“ führt zu den letzten Ruhestätten bedeutender Persönlichkeiten der Romantik-Epoche, welche das kulturelle Selbstverständnis Deutschlands bis heute prägt. Ihre Gedichte, Märchen und Lieder sind vielen Menschen vertraut, ihre Gräber hingegen oft kaum bekannt. Wie wurde der Autor der „Geschichte vom kleinen Muck“ beerdigt? Wo fand jener Romantiker seine letzte Ruhe, der sein „Abendlied auf himmlischer Leier“ dichtete? Der Fotograf Henning Kreitel präsentiert 21 dieser Grabstätten in atmosphärischen Fotografien. Die Eröffnung findet statt
am Mittwoch, 28. Oktober 2026, 14 Uhr,
vor der großen Trauerhalle, Bergfriedhof 10.
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist kostenlos.
Es begrüßen Christopher Blum, stellvertretender Leiter des Fachbereichs Kunst und Kultur, und Bernd Walter, Leiter des städtischen Friedhofwesens. Im Anschluss führt Henning Kreitel in die Ausstellung ein. Das Friedhofscafé ist am 28. Oktober für dieses Jahr letztmalig geöffnet und versorgt Besucher_innen mit Kaffee und Kuchen auf Spendenbasis.
Die Bilder befinden sich auf 22 Holzstelen, die den Weg durch den Bergfriedhof säumen. Jede dieser Stelen ist 2,5 Meter hoch und mit einer Info-Tafel versehen.
Die Ausstellung lädt dazu ein, die Werke der Romantikerinnen und Romantiker neu zu entdecken und zugleich Friedhöfe mit anderen Augen zu betrachten: nicht nur als Orte der Trauer, sondern auch als bedeutende Kultur- und Erinnerungsräume. Die gezeigten Grabstätten erzählen ihre eigene Geschichte und spiegeln die Vorstellungen ihrer Zeit von Tod und Unsterblichkeit wider. Die Ausstellung ist bis zum 25. Februar 2027 zu den Öffnungszeiten des Friedhofs (täglich bis Einbruch der Dunkelheit) zu sehen.
Die Fotografien entstanden im Zusammenhang mit dem gleichnamigen Buchprojekt „Die Gräber der deutschen Romantik“ von Dr. Christoph Palmer. In der Ausstellung treten die Bilder nun in einen Dialog mit den Besucherinnen und Besuchern und eröffnen neue Perspektiven auf ein kulturelles Vermächtnis, das häufig im Verborgenen liegt. Die Ausstellung wurde von der Stiftung Deutsche Bestattungskultur und aus Landesmitteln durch die Arbeitsstelle für literarische Museen, Archive und Gedenkstätten in Baden-Württemberg (Deutsches Literaturarchiv Marbach) gefördert.
Henning Kreitel, geboren 1982, studierte Fotografie an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Er lebt und arbeitet als Fotograf und Schriftsteller in Berlin. Seit 2022 ist er Vorsitzender des Berliner Landesverbands im Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller. Seine Fotografien erscheinen regelmäßig in diversen Bildbänden.