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Scherenschnitte von Lotte Reiniger im Stadtmuseum Tübingen Bild: Stadtmuseum Tübingen

Januar und Februar 2017: Die Tübinger Heimkehrertafel

Objekt des Monats
Die Heimkehrertafel in der Version von 1994 war im Januar und Februar in der Außenvitrine des Stadtmuseums zu sehen. Bild: Stadtmuseum Tübingen

Im Januar und Februar 2017 zeigte das Stadtmuseum in seiner Außenvitrine die Tübinger Heimkehrertafel. Darauf hatte man nach dem Zweiten Weltkrieg die Namen der Soldaten notiert, die in Kriegsgefangenschaft gerieten und als vermisst galten. Die Tafel ist ein Zeugnis des Wandels im Umgang mit der Erinnerung an den Nationalsozialismus.

Die erste Version – eine Tafel aus Holz − wurde 1951 an der Mauer unterhalb der Stiftskirche öffentlich angebracht. Auf ihr standen die Namen von 52 noch vermissten Soldaten. Bei der Heimkehr wurde der jeweilige Name feierlich gestrichen. Bereits 1953 wurde diese erste Tafel durch eine neue Tafel ersetzt, die sieben zusätzliche Personen aufführte. Darunter waren auch Eugen Steimle und Otto Abetz, zwei verurteilte Kriegsverbrecher. Auf dieser Tafel wurden die Namen nicht mehr gestrichen, sondern um das Rückkehr- oder Todesdatum ergänzt. Nach Beschmierungen der alten Tafel und aufgrund ihres schlechten Zustandes hat man 1994 eine Kopie dieser Tafel aufgehängt.

Die Gründe, aus denen Abetz und Steimle verurteilt worden waren, waren schon länger bekannt: Eugen Steimle hatte Erschießungskommandos im Osten befohlen, Otto Abetz war als deutscher Botschafter in Paris an der Deportation französischer Juden beteiligt. Dass in Tübingen zweier Kriegsverbrecher gedacht wird, führte zu Protesten, in deren Folge die Heimkehrertafel 2003 entfernt wurde. Stattdessen wurde an der Stiftskirche eine Erklärung zur Erinnerungsgeschichte angebracht.

Das Stadtmuseum plant, die Heimkehrertafeln in die stadthistorische Dauerausstellung zu integrieren. Dort sollen sie die gewandelte Erinnerungskultur veranschaulichen.

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